Liegenschaftssteuer gehört abgeschafft

14.06.13

Die Liegenschaftssteuer ist ein alter Zopf. Das Vermögen an einer Liegenschaft wird heute doppelt besteuert, darin sind sich alle einig. Trotzdem will sie der Regierungsrat des Kantons Luzern nicht abschaffen. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann argumentiert, er bezahle für die Liegenschaftssteuer auf seinem Haus weniger als für die monatliche Krankenkassen­prämie. Dieser Vergleich hinkt. Denn für die Krankenkassenprämie erhält er eine Gegenleistung, für die Liegenschaftssteuer nicht. Keine Frage: Früher war diese Steuer berechtigt. Eine Immobilie löste Erschliessungs- und Unterhaltskosten aus. Heute wird Wasser und Abwasser jedoch über die separate Anschluss- und Betriebsgebühr selbsttragend finanziert. Auch Strom und Kommunikationsanbindungen bezahlen wir über selbstfinanzierte Leistungen. Das Gleiche gilt für die Gebäudeversicherung, die Feuerwehr oder den Kehricht. Kurz gesagt: Wenn Leistungen über andere Kanäle finanziert werden, wird eine entsprechende Sondersteuer hinfällig. Andere Kantone haben dies längst bemerkt und korrigiert. Der Kanton Luzern muss nun ihrem Beispiel folgen und diese eigentliche «Strafsteuer» ebenfalls beerdigen.

Peter Schilliger, Nationalrat FDP, Udligenswil

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