Archiv

Postulat zur Höheren Berufsbildung

28.09.15

Die Schweiz hat immer mehr Maturanden und an den Fachhochschulen werden immer mehr Studierende mit einer gymnasialen Matura aufgenommen. Diese müssen keinen Nachweis einer berufsspezifischen Befähigung auf dem Niveau einer abgeschlossenen Berufslehre erbringen. Ein jähriges Praktikum in einem Unternehmen genügt. Dagegen müssen Berufsmaturanden bei einem Übertritt an die universitäre Hochschule ihre theoretischen Kenntnisse im Rahmen einer anspruchsvollen Ergänzungsprüfung (Passerelle) belegen. Weshalb hier mit unterschiedlichen Ellen gemessen wird, ist für mich nicht nachvollziehbar: «Die Fachhochschule steht vor der Herausforderung, heute und in Zukunft eine praxisorientierte Ausbildung sicherzustellen. Zielgruppe müssen deshalb primär junge Leute mit abgeschlossener Lehre und Berufsmatura sein. Die BM bietet den abnehmenden Unternehmen Gewähr, dass die Absolventen auch tatsächlich berufserfahrene Praktiker sind. In einem Postulat, das ich zu Sessionsende eingereicht habe, beauftrage ich den Bundesrat zu prüfen, mit welchen Massnahmen die Praxistauglichkeit der Fachhochschulen erhöht werden kann. Unterstützung für mein Anliegen erhalte ich vom Schweizerischen Gewerbeverband SGV.

Peter Schilliger, FDP-Nationalrat

Beitritt Komitee
ir